Autorenlesung: Dr. Burkhard Hoellen im Gedenken an Tomi Ungerer




 


 

Freitag, den 24. September 2021 um 19.30 Uhr im Alten Ausbesserungswerk 11 in Offenburg:

Lesung von Dr. Burkhard Hoellen:
„Krieg ist Krieg und muss aufgezeichnet werden.“

Der Buchautor und Psychotherapeut Dr. Burkhard Hoellen hat ein neues Kapitel deutsch-elsässischer Geschichte verfasst. Er ist Vorstandsmitglied der Vereinigung der Freunde Tomi Ungerers, mit dem er den bekannten Lebensratgeber „Don’t hope, cope! Mut zum Leben“ schrieb. Die beiden Freunde hatten ursprünglich ein zweites Buch projektiert: einen Lebensrückblick auf Tomis Kindheits- und Jugendjahre im colmarischen Logelbach. Leider verstarb der berühmte elsässische Grafiker, Schriftsteller und Illustrator am 9. Februar 2019. Dr. Burkhard Hoellen hat das Projekt unter dem Titel „Krieg ist Krieg und muss aufgezeichnet werden“ zu Ende geführt und dieses Jahr als Buch veröffentlicht. Zentraler Ort des Geschehens ist Logelbach, in dessen Nähe 1945 schwere Kämpfe tobten. Dorthin war Tomi Ungerers Mutter nach dem Tod ihres Mannes, des Straßburger Uhrmachers Theodore Ungerer, mit Tomi und seinen drei Geschwistern gezogen. In die Volksschule Logelbach wurde Tomi am Beginn der deutschen Besatzung eingeschult.

Aufgezeigt wird der Buchinhalt an fünf Beispielen. An erster Stelle stehen die Tagebuchaufzeichnungen des katholischen Pfarrers René Schickele, die der Autor in
einem Colmarer Antiquariat entdeckt hatte. Ergänzt wird der Blick auf das Geschehen durch die Person des elsässischen Malers Josef Steib, der mit aufmüpfigen Bildern Widerstand leistete. Hinzu kommt eine weitere Schlüsselfigur: die deutsche Lehrerin Fräulein Spitzmüller, die im Gegensatz zu ihren reichsdeutschen Kollegen sehr beliebt war. Eine ebenso wichtige Protagonistin ist die amerikanische Kriegsreporterin Lee Miller, die auch im Elsass den Krieg eindrucksvoll dokumentierte. Last but not least wird Tomi Ungerer, der die Kriegszeit mit seiner jugendlichen Seele erlebte, in die Schilderung eingebunden. Der Titel des Buches stammt übrigens aus der Feder der amerikanischen Kriegsreporterin Margaret Bourke-White.

Gez. Walter Bitzer

Burkhard Hoellen: Krieg ist Krieg und muss aufgezeichnet werden. Tübingen: DGVT- Verlag 2021, 28,00 Euro.

 

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oleofactum® präsentiert: “Blue Moments of Jazz”

Jazzkonzert mit Zipflo Reinhardt & Maiki Adel im Alten Ausbesserungswerk 11 (gegenüber des Brief-Fracht-Zentrums) am Samstag, 24. Juli, ab 20.00 Uhr.

 

Zipflo Reinhardt ist Offenburger – er ist zwar am Bodensee geboren, aber in Offenburg aufgewachsen. Die Kulturszene Offenburgs hat ihn geprägt. Hier hat er Leidenschaft entwickelt, Feuer gefangen und ist ein Leuchtturm geworden. Er ist ein epochemachender Jazzgeiger, Sinto und direkter Nachfahre des legendären Django Reinhardt, der den Jazz nach Europa gebracht hat.

Zipflo Reinhardt hat in Offenburg die Gitarre und Geige für sich entdeckt und sich nach einem Abstecher in die Rockszene ganz und gar der Geige und dem Jazz verschrieben. Nach einer siebenjährigen Geigenausbildung – lange auch an der Musikschule Offenburg – begeisterte er mit seiner Begabung und seinen außergewöhnlichen Talenten schon in den 70iger Jahren sein Publikum und begründete und präsentierte als Jazzgeiger bald seinen ganz eigenen Stil innerhalb des Fusion-Jazz. Er ist aus der traditionellen Zigeuner- und Swingmusik ausgestiegen. Aber das Feuer seiner Wurzeln ist unverkennbar: Er kommt ganz ohne das überschwängliche Vibrato der traditionellen Zigeunermusik aus und doch ist sie eine sprudelnde Quelle, voller Eigenleben, glasklar und hochstrukturiert.

Zipflo Reinhardt hat das Feuer seiner Quelle erhalten und weiterentwickelt.

Zu seinen musikalischen Vorbildern zählten Stephan Grappelli und Jean-Luc Ponty. Sie inspirierten ihn ebenso wie John Coltrane, Herbie Hancock und Chick Corea.

Heute gilt der Offenburger Zipflo Reinhardt selbst als Vorbild, als einer der weltbesten Jazzgeiger. Seine gefühlvollen Balladen sind, ebenso wie seine teils eruptiven Solis, von einer Leidenschaft getragen, die von grandioser Spieltechnik und feinfühlig strukturierter Disziplin zeugen.

 

Das ehemalige Blechlager bietet mehr als ein Duett, Terzett, Quartett jedenfalls mit Platz für Überraschungen. Es wird ein unvergesslicher Event mit Zipflo Reinhardt samt seinem angestammten Gitarristen und Wegbegleiter Maiki Adel: „… ungemein dicht und spannend sind die Arrangements Reinhardts. Es entsteht ein energiegeladener, straffer Fusion-Sound, der mit knackigen, statt ausufernden, Improvisationen glänzt. Maiki Adel läßt mit atemberaubenden Läufen dann auch Zipflo Raum für einen rasanten Saitenritt im Stile eines Teufelsgeigers…“ (frei zitiert: Freiburger Zelt Musik Festival)

 

Es wird auf Hut gespielt und auf die Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln geachtet.

 

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„Traditionelle“ Chinesische Medizin TCM – Vortrag von Dr. med. Christian Grabner

Dr. med. Christian Grabner gab am 23. Januar in der Offenburger Ölmühle oleofactum einen interessanten Einblick in die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Für die, die draußen bleiben mussten, wiederholen wir den Vortrag.

Jazz und Protest als Freiheitsstatement

 

Artikel in der Badischen Zeitung vom 24.09.2019:

Die “Location” könnte nicht malerischer sein für ein Jazzkonzert. Im ehemaligen Blechlager, einem der wenigen Überbleibsel des vor 15 Jahren abgerissenen Eisenbahn-Ausbesserungswerks in Offenburg, lockte ein Jazzquartett in hochkarätiger Besetzung rund 200 Zuhörer an.

 

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